Fischerjugend „goes Social Media“

Fischerjugend „goes Social Media“

Bei der Frühjahrsversammlung in Obersinn, wo Uwe Hengst und Erwin Glawion insgesamt 26 Teilnehmer begrüßen konnten, waren reichlich Tagespunkte angesagt. Insbesondere wurde Anna Italiaander zur „Social-Media-Coachin“ gewählt. Erwin Glawion hatte vorher in einem Vortrag die Möglichkeiten und Grenzen von Social Media in der Jugendarbeit aufgezeigt. Hierbei hatte er festgestellt, dass jedes Netzwerk seinen schwerpunktmäßigen Nutzerkreis hat. Mit Tiktok erreicht man kaum „Baby-Boomer“ und umgekehrt mit Facebook kaum Jugendliche. Das Landesbüro der Bayerischen Fischerjugend ist hier schon kräftig auf Tiktok, Instagram und Facebook, also breit verteilt unterwegs. Allerdings ist die Pflege solcher Auftritte zeitintensiv und das könne das ohnehin schon sehr aktive Führungstrio Uwe, Erwin und Jonny nicht auch noch leisten. Da aber auch Anna berufstätig ist, soll erstmal nur ein noch festzulegendes Netzwerk aufgebaut werden. Auch wird eine Whatsapp-Gruppe eingerichtet, wo deutlich erleichtert Infos geteilt und Ab- oder Umfragen erstellt werden können. Wer ebenfalls in die Gruppe möchte, soll sich bitte bei Erwin Glawion unter 0177 7040857 melden.
In einer weiteren Präsentation wurden die zahlreichen Aktivitäten des letzten Jahres gezeigt, die sich in die Bereiche Jugendwerbung, Angebote für unsere Jugendlichen sowie Betreuung der Jugendleiter gliedern lassen. Vor allem Jonny Herrmann gelang es mit seinen Angeboten für „Fischer machen Schule“ oder dem Infostand unterfrankenweit mehrere Hundert Kinder, Jugendliche und Erwachsene anzusprechen. Bedauert wurde die sehr geringe Beteiligung an unserem Zeltlager verbunden mit dem Bezirksjugendkönigsfischen in Obersinn. In diesem Jahr findet das Zeltlager in Obernau am Main Ende Mai statt. Das Ziel der diesjährigen Lehrfahrt sind Ende April das Karpfenmuseum in Neustadt an der Aisch und hinterher der Kletterwald in Schweinfurt. Zu beiden Events mehr in der nächsten Ausgabe.
Präsident Willi Stein berichtete noch aus dem Hauptverband, wo derzeit alles noch vom plötzlichen Tod des Vizepräsidenten Joachim Alka überschattet ist. Wie fast überall sind auch hier die Finanzen angespannt, wobei er sich noch gegen eine Beitragserhöhung wehrt. Die Finanzlage bei der Fischerjugend wurde von Erwin Glawion vorgestellt. Im Haushaltsplan für 2025 sind auch einige Einsparungen aufgrund geringerer Zuschüsse notwendig, um nicht wieder aus den Rücklagen ausgleichen zu müssen. Ähnliche Einschränkungen konnte Uwe Hengst aus seiner Funktion als stellvertretender Landesjugendleiter von der Bayerischen Fischerjugend berichten. In dieser Funktion überreichte er auch unserem Sportwart Cüneyt Er, gleichzeitig Vorstand und Jugendleiter des ASV Obernau, die silberne Ehrennadel der Bayerischen Fischerjugend für seine Verdienste.
Natürlich wurde auch nochmals auf die Änderungen des Fischereigesetzes eingegangen, wo die Fischerjugend auf jeden Fall empfiehlt die Chance zu nutzen und Kinder schon mit 7 Jahren in die Vereine zu holen. Allerdings sollten letztlich die jeweiligen Jugendleiter entscheiden, inwieweit sie Kinder unter 10 Jahren schon in die normale Jugendgruppe voll integrieren oder erst auf „Angelpaten“ setzen, da Kinder dieses Alters in der Regel eine 1:1-Betreuung benötigen. Beim Bezirksjugendkönigsfischen wird sich nichts Grundlegendes ändern und Kinder unter 10 Jahren erst teilnehmen dürfen, wenn sie mindestens 2 Jahre Angelpraxis mit solch einem Angelpaten, der auch der eigene Vater oder Großvater sein kann, glaubhaft nachweisen können.
Zu Ende ging die Sitzung recht pünktlich mit einem gemeinsamen Mittagessen nach einem Gruppenfoto am Ufer der Sinn.